Neu: Insekten-Hotel-Regal am Dorfplatz aufgestellt und Landwirtschaft "Grüner Hof" aus Ittlingen bietet Blühpatenschaften u.a. in Frauenweiler an. Infos hier auf der Startseite!


Foto einer Mauerbiene
Foto einer Mauerbiene

Liebes Frauenweiler,

lieber Rest der Welt,

 

beim Neujahrsempfang 2018 in Frauenweiler hat Stefan Seewöster, der Vorsitzende des Stadtteilvereins Frauenweiler, unser Projekt "Frauenweiler bient auf - our place to bee" öffentlich gemacht. Unsere Idee war damals, auf das Insektensterben hinzuweisen in unserem Ort. Wir haben uns als Logo eine kleine Wildbiene ausgesucht, die sinnbildlich für alle Insekten stehen soll.

 

Bei uns im Ort ist im ersten Jahr der Aktion so einiges passiert. Da gab es einen Sommertagsumzug der Schule und der Kindergärten "im Zeichen der Biene", einen Bastelnachmittag für Insektenhotels der Freiwilligen Feuerwehr Frauenweiler und Projekttage zum Thema Insekten wiederum an der Grundschule. Eine Gruppe tatkräftiger Helfer hat auf dem Gelände der katholischen Kirche ein Beet vorbereitet, das dieses Frühjahr 2019 eingesät werden soll. Die evangelische Kirche hat zu einem Vortrag mit Herrn Alberti zum Thema Wildbienen eingeladen. Und darüber hinaus haben sich über 70 Privatmenschen unser kleines Schildchen für den Garten oder den Balkon geholt um zu zeigen: "Wir sind dabei!". Hierfür vielen herzlichen Dank!

 

Genau das war damals, als wir die Idee für die Aktion gesponnen haben, unser Grundgedanke: Jeder im Ort macht das, was er kann und was er mag. Ein Blumentopf mit nektarreichen wilden Blumen auf dem Balkon, ein Stück wilde Wiese im Garten. Oder eben seitens der Schule unsere Kinder mit Wissen versorgen. Feuerwehr-Werkzeug anbieten, um etwas zu basteln. Ein Teil seines Geländes (mit bislang kurz geschorenem grünen Rasen) umwandeln in ein blühendes Nahrungsangebot für Insekten. Wir haben uns riesig gefreut, dass all diese Dinge in 2018 möglich waren.

 

Man muss nicht immer auf die große Politik warten um etwas zu machen, man kann durchaus auch einfach mal bei sich selber anfangen und etwas tun. Und wenn man sich nicht ausschließlich mit dem hätte und könnte und sollte und müsste beschäftigt, sondern einfach mal MACHT,

dann ist schon richtig viel gewonnen.      Let it bee!

 

Wir bleiben am Ball und möchten hier auf der Seite weiterhin einige Informationen zum Thema Insektensterben bereithalten und ein paar Tipps geben zu dem, was man tatsächlich selber machen kann im eigenen Garten.

 

Weil WIR das können hier! 

 

Und das geht ganz bestimmt nicht nur in Frauenweiler - macht einfach mit!!!

 


Neu: Tag der offenen Gärten und Höfe am 19.05.2019

"Frauenweiler bient auf" beteiligt sich am 19.05.2019 am "Tag der offenen Gärten und Höfe in Wiesloch und Walldorf". Zusammen mit der Stadtgärtnerei Wiesloch wollen wir auf dem Schulhof der Grundschule Frauenweiler ein paar Informationen, ein paar Tassen Kaffee und ein paar Stücke Kucken bereitstellen, um an diesem Sonntag zwischen 11.00 und 17.00 Uhr für insektenfreundliche Gärten und Höfe zu werben. Kommt einfach vorbei auf einen Augen-Blick und ein paar nette Gespräche! Wir freuen uns auf Euch!

Topf 1

Topf 2

Topf 3


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Topf-Bepflanzungsvorschlag Steppensalbei, Thymian, Steinkraut
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Topf-Bepflanzungsvorschlag Goldlack, Glockenblume, Goldmarie
Bepflanzungsvorschlag 2.pdf
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Topf-Bepflanzungsvorschlag Witwenblume, Ehrenpreis, Polsterglockenblume
Bepflanzungsvorschlag 3.pdf
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Insektenhotel-Regal am Dorfplatz

Insektenhotel am Dorfplatz Frauenweiler
Insektenhotel am Dorfplatz Frauenweiler

Ein schöner neuer "Leuchtturm" unseres Projektes steht seit dem 23.03.2019 am Dorfplatz in Frauenweiler. Ende 2018 hatten wir die Idee, dass wir Bausätze für kleine Nisthilfen ausgeben, die konnten gebastelt und an uns zurückgegeben werden. Die Firma Roland Pils hat uns dann den Hotel-Regal-Rahmen gebaut und gespendet. Aufgebaut und einbetoniert steht das Regal nun beim Dorfplatz, bestückt mit sechs wunderbar gebauten und unterschiedlich gestalteten Nisthilfen. Gleich nach dem Richtspruch kamen auch schon die ersten Wildbienen an und haben die neue Nistmöglichkeit inspiziert. Wir denken, dass der Platz am Dorfplatz recht ideal ist, weil die Stadtgärtnerei das Beet dort in 2018 mit insektenfreundlichen Pflanzen bepflanzt hatte: Nachtkerze „Sonnenwende“, Lavendel „Richard Gray“, Spornblume „Coccineus“, Rote Lichtnelke und Dost wachsen dort beispielweise.

 

Ganz wichtig bei den Insektenhotels ist und bleibt es nämlich, dass die Hotelküche eine gute ist: Ohne gutes Nahrungsangebot im direkten Umfeld werden die schönsten und besten Nisthilfen nicht funktionieren für die Wildbienen. Die unsinnigen und mit Tannenzapfen gefüllten aus den Baumarktangeboten schon gar nicht.

 

 

Danke fürs Mitbasteln!!!

Beton....
Beton....
Richtfest am 23.03.2019
Richtfest am 23.03.2019
Alles in der Waage beim Bau...
Alles in der Waage beim Bau...


Blumenwiesen-Paten gesucht...

Die Landwirtschaft Ulrich Bernhard, Grüner Hof Straße 22, 74930 Ittlingen, 07266/3583, bewirtschaftet viele Felder rund um Frauenweiler. Dieses Jahr bietet man dort Blumenwiesen-Patenschaften u.a. auf Felden in und um Frauenweiler an.

 

Für einen Jahresbetrag von 50,-- € werden 100m² Ackerfläche mit Wildblumen aus einer Rieger-Hofmann-Mischung einjährig als Blumenwiese angelegt. Enthaltene Pflanzen sind dabei Dill; Borretsch; Ringelblume; Leindotter; Echter Koriander; Echter

Buchweizen; Echter Schwarzkümmel; Kornrade; Kornblume; Wilde Malve; Weißer Steinklee; Klatschmohn.

 

Was uns daran richtig gut gefällt ist, dass diese Blühstreifen zum Beispiel direkt angrenzend an den Feldweg neben der bestehenden Bebauung am östlichen Rand von Frauenweiler entstehen sollen. Erleb- und sichtbar für uns alle.

 


Es wäre doch richtig toll, wenn wir in Frauenweiler zeigen könnten, dass wir alle zusammen etwas gegen das Insektensterben unternehmen. Wir Einwohner im Ort mit unseren Schildchen "Frauenweiler bient auf" und den damit einhergehenden insektenfreundlichen Gärten, Blumentöpfen und Balkonen. Dazu die Landwirtschaft, die Teile ihrer Flächen anbietet, um auch hier einen besseren Lebensraum zu schaffen. Auf diesen Flächen werden später aber keine verkaufbaren Produkte mehr wachsen und nur von Luft und Liebe bzw. blühenden Blumen kann ein Betrieb nicht leben. Wir denken deshalb, dass es ein tolles Symbol und Bild wäre, wenn sich Paten für diese Flächen finden und es unterm Strich heißen würde: Wir ziehen alle am gleichen Strang. Und sogar in die gleiche Richtung!

 

Vielleicht wäre das ja auch was für die ortsansässigen Firmen? Werdet Paten und schenkt den Einwohnern ein bisschen mehr blühende Welt? 

 

Hier der Link um Pate zu werden, ein Formular zur Bestellung ist dort vorhanden. Und wenn das Projekt gut anläuft: vielleicht gibt es dann künftig sogar mehrjährig angelegte Blühstreifen... step by step...

 

https://www.bauernladen-gruener-hof.de/landwirtschaft/unsere-landwirtschaft/


Können Wildbienen stechen?

Von einer Wildbiene gestochen zu werden ist sehr sehr unwahrscheinlich. Ihr Stachel ist meist so weich, dass er menschliche Haut kaum durchdringen kann. Außer Hummeln (und deren Stachel wäre dann nicht gar so weich) leben die meisten der anderen Wildbienen nicht in Staaten wie die Honigbienen. Das bedeutet, dass jedes Weibchen eine eigene kleine Königin und selbst verantwortlich für den Fortbestand ihrer Art ist. Einen Stich werden diese Wildbienen daher in reinem eigenen Interesse vermeiden wollen. Anders als bei den Honigbienen werden hier auch die Nistgänge nicht verteidigt. Nicht quetschen, nicht ins Hemd fliegen lassen und dann einklemmen - dann sollte eigentlich nichts passieren können. 

Was aber durchaus immer wieder zu beobachten ist: Die Bohrlöcher der Möbel eines bekannten schwedischen Möbelhauses haben wohl den idealen Durchmesser um diese anzufliegen und versuchsweise zu belegen...

 




Was bedeutet "a place to bee"?

Frauenweiler ist UNSER Ort. Einer an dem man sich absolut wohl fühlen kann, einfach ein Ort an dem man sein kann wie man ist: a place to be! Die englische Biene namens "bee" und ihre wilden Schwestern werden in ihrer Zahl seit der Jahrtausendwende immer geringer, aus vielen Gründen.

Es wäre schön, wenn das Thema des Insektensterbens bei uns im Ort ankommt und wir mit ganz einfachen Mitteln etwas gegen diesen Verlust unternehmen könnten. Unser Ort. Auch für Bienen.

OUR place to BEE!



Großes Blumenfeld am Ortseingang von Frauenweiler am 01.07.2018. Wahnsinn wie es dort brummt und summt und LEBT! Hummeln gehören übrigens auch zu den Wildbienen...



Die Welt retten?

Monokulturen in der Landwirtschaft, Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung, flächendeckender Einsatz von Insektiziden, deutsche Zustimmung zur Verlängerung des Einsatzes von Glyphosat (mit Zustimmungs-Krimi-Effekten): Viele schreiben, dass das Gründe für das Insektensterben seien. 

 

NEIN, die Welt werden wir nicht retten.

Wir haben ja auch schon einen schönen und grünen Ort - keine Frage!

Aber ein bisschen besser geht immer:

wenn wir das einfach selbst in die Hand nehmen! 



Logo einer fiktiven Insektenhotelküche: "Restaurant zur wilden Biene" Das schönste und beste Insektenhotel hilft recht wenig, wenn es in der Nähe kein passendes Nahrungsangebot gibt. Schon ein Blumentopf voller wilder Pflanzen hilft!
Logo einer fiktiven Insektenhotelküche: "Restaurant zur wilden Biene" Das schönste und beste Insektenhotel hilft recht wenig, wenn es in der Nähe kein passendes Nahrungsangebot gibt. Schon ein Blumentopf voller wilder Pflanzen hilft!